Grundkurs Aufstellungsarbeit
Wenn Sie diese Beiträge lesen, erfahren Sie Grundsätzliches zu Familien-Aufstellungen.

Mein Bild der Familie
Familien-Aufstellung – 1
Familien-Aufstellung – 2                  Familien-Aufstellung – 3
Systeme – wer gehört dazu              Das Herkunftssystem
Unsere Ahnen

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Das adoptierte Kind

Vor einigen Wochen war ich zu einem Aufstellungskurs. In einer Aufstellung ging es um ein adoptiertes Kind. Die Adoptiv-eltern wussten nicht so recht, was sie in der Erziehung des Jungen anders machen sollten. Und wie alle Eltern in diesen Konstellationen, machten sie sich Vorwürfe, nicht gut genug zu sein.

Erst einmal dazu: natürlich sind sie gut genug. Nämlich nehmen sie die Ersatz-eltern-rolle ein, so gut es in diesen Fällen möglich ist.
Diese Frau und dieser Mann waren sich auch der Tatsache völlig bewusst, dass sie ohne die Entscheidung der leiblichen Eltern, ihr Kind weg zu geben, nicht in die glückliche Lage der Adoptiv-Elternschaft gekommen wären. Und sie zollten der Situation ihren Dank.

Aber das ist oft eine Kopfsache. Eine vernunftgemäße Erklärung. In der Aufstellung zeigte sich etwas anderes.
Ich wurde von der Adoptiv-mutter des Kindes in die Stellvertreterrolle der leiblichen Mutter gewählt. Es war für mich sehr lehrreich und bewegend, was ich an der Stelle dieser Frau empfinden durfte:
Da war erstens eine große Liebe und Dankbarkeit den Adoptiveltern gegenüber, dass sie ‚mein Kind‘ aufgenommen haben. Und zweitens war da ein Schmerz, weil ich spürte, dass der Adoptiv-vater mich nicht wirklich sah, geschweige denn achtete. Er sah ‚über mich drüber weg‘.

Und dort liegt das Potenzial zur Heilung der Situation. Die wirkliche, tief von innen kommende Dankbarkeit der Adoptiv-eltern den leiblichen Eltern gegenüber. Dazu die Erkenntnis: wir sind nicht deine Eltern, du bist nicht unser Kind. Aber wir sorgen für dich wie für unser eigenes Kind. Damit sind Adoptiv-eltern und Adoptiv-kind entlastet.

 

Was Kinder glauben

Sie „glauben“,

  • dass es den Eltern besser geht, wenn sie deren Schicksal mittragen.
  • dass sie (mit-)schuldig sind, wenn es den Eltern nicht gut geht.
  • dass sie durch extremes Verhalten auf sich aufmerksam machen.
  • dass der Bruder oder die Schwester mehr Liebe bekommen.
  • dass sie genau so hart arbeiten müssen wie die Eltern, um leben zu dürfen.
  • dass sie sich nicht mehr Wohlstand und Reichtum gönnen dürfen, als die Eltern.
  • dass ihre Partnerschaft nicht glücklicher sein darf, als die der Eltern.

… und so könnte ich die Reihe fortsetzen. Der magische Glaube des Kindes steckt auch noch im Erwachsenen. Bei Familien-Aufstellungen werden sie sichtbar und können aufgelöst werden.

Systeme – Wer gehört dazu?

Beim Familienstellen sind zwei Systeme sehr wichtig: das Herkunftssystem und das Gegenwartssystem.

Ihre Familie, in der Sie momentan leben, ist das Gegenwartssystem. Dazu gehören in erster Linie Lebenspartner und Kinder. Aber auch frühere Partner, egal was der Trennungsgrund war, verstorbene oder tot geborene sowie abgetriebene Kinder. Nicht vergessen darf man die Kinder, die der Lebenspartner ev. aus einer früheren Beziehung hat. Ob diese im Haushalt leben oder nicht, ist dabei unwichtig.