Beziehungen aufstellen

In Aufstellungen geht es um das Sichtbarmachen von unbewusst wirkenden Kräften. Diese sind Ausdruck der Beziehungen zu anderen Menschen und zu sich selbst.

Immer wieder können Sie sich folgende Fragen stellen:

Wie gestalte ich meine Beziehungen?
Gestalte ich sie überhaupt bewusst oder gestaltet „es“ sich so?
Wie erkenne ich, dass ich keinen neurotischen Mustern aufsitze?

In der Aufstellungsmethodik liegt ein Ansatz, um Beziehungen bewusst und unterbewusst zu verändern.
In Aufstellungsgruppen oder in der Einzelarbeit (mit Figuren oder in der hypnotischen Trance) kann man in das jeweilig wirkende Feld eintauchen.

Ziel und Folge sind die Klärung von Beziehungen. Das Leben wird als entspannter empfunden.

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Erwartungen verhindern Familien-Glück

„Er-wartungen“ – was beinhaltet dieses Wort nicht alles!Und was schließt es aus? – Die eigene Aktivität. ‚Der Andere soll tun.‘ – steht unsichtbar geschrieben dahinter.

Damit gebe ich aber vieles ab: Macht, Verantwortung, Selbstwert, Eigeninitiative …

Nur bei Kindern dürfen wir das akzeptieren. Kinder dürfen Er-wartungen an ihre Bezugspersonen haben. Aus dem kindlichen Gefühl heraus.

Allerdings steckt das auch noch immer im erwachsenen Menschen. Das zeigt sich in Aufstellungen sehr deutlich. Und beim Aufstellen kann ein Impuls gesetzt werden, um vom Erwarten in’s Tun zu gehen. Von der Passivität zur Aktivität.

Hier ist ein weiterer Artikel zum Thema Erwartungen und Familien-Glück.

Erwartungen beim System-Aufstellen

Ein immer wieder auftretendes Thema: was erwartet jemand von einer Familien- oder System-Aufstellung?
Darf oder sollte ich denn überhaupt etwas erwarten, wenn ich zu einem Aufstellungs-Seminar oder -Tag gehe? Bedeutet Erwarten nicht auch: ich gehe mit einer vorgefertigten Meinung hin und das sollte sich bitteschön bestätigen.

Die unvoreingenommene Haltung gilt nicht nur für den Aufsteller. (sh.dazu diesen Beitrag)
Vor-eingenommene Haltung blockiert. Das, was durch die Aufstellung sich zeigen soll, wird blockiert.

Aus einer System- oder Familien-Aufstellung ergeben sich immer Impulse. Manchmal nicht in gewünschter (und erwarteter) Richtung. Aber ein Aufstellungstag ist auch keine Wunsch-Veranstaltung. Der Grundsatz „anerkennen, was ist“ gilt auch hier. Dankbar sein für das, was sich in dem Vorgang der Aufstellung zeigt.

Das Unterbewusstsein registriert und verarbeitet sowieso wesentlich mehr, als das Bewusstsein. Und wer darauf vertrauen kann, der erlebt den optimalen Erfolg aus einer Aufstellung.

Absichts-frei

Absichtsfreies Vorgehen des Aufstellungs-Moderators, was bedeutet das?

Absichtsfrei in den Problem-Lösungs-Prozess gehen bedeutet, dass auch er kein vorgefertigtes (in Gedanken schon vorhandenes) Lösungsbild anstreben darf. Denn dann würde er den Prozess der systemischen Arbeit beeinflussen und nicht objektiv der für den Klienten besten Lösung zuarbeiten.

Dies gilt auch für jede andere Form der Supervision.

Systemaufstellungen – Systemstellen

Diese Methoden gehen weit über die Möglichkeiten der Familienaufstellung hinaus. Sie decken alle anderen Bereiche der menschlichen Existenz ab.

So kann man z.Bsp. Glaubenssätze, Symptome, Gefühle, Arbeitsaufgaben, Krankheiten, ganze Organisationen, Firmen  … aufstellen. Damit eröffnet sich uns eine andere Sicht auf die Dinge, das Geschehen, die Abläufe. Und mit dieser anderen, auch weiteren Sicht begeben wir uns in ein systemisches ‚Verständnis‘.

Auch die Systemaufstellungen können als Einzel-Aufstellung oder in der Gruppe erfolgen.

Was Kinder glauben

Sie „glauben“,

  • dass es den Eltern besser geht, wenn sie deren Schicksal mittragen.
  • dass sie (mit-)schuldig sind, wenn es den Eltern nicht gut geht.
  • dass sie durch extremes Verhalten auf sich aufmerksam machen.
  • dass der Bruder oder die Schwester mehr Liebe bekommen.
  • dass sie genau so hart arbeiten müssen wie die Eltern, um leben zu dürfen.
  • dass sie sich nicht mehr Wohlstand und Reichtum gönnen dürfen, als die Eltern.
  • dass ihre Partnerschaft nicht glücklicher sein darf, als die der Eltern.

… und so könnte ich die Reihe fortsetzen. Der magische Glaube des Kindes steckt auch noch im Erwachsenen. Bei Familien-Aufstellungen werden sie sichtbar und können aufgelöst werden.

Systeme – Wer gehört dazu?

Beim Familienstellen sind zwei Systeme sehr wichtig: das Herkunftssystem und das Gegenwartssystem.

Ihre Familie, in der Sie momentan leben, ist das Gegenwartssystem. Dazu gehören in erster Linie Lebenspartner und Kinder. Aber auch frühere Partner, egal was der Trennungsgrund war, verstorbene oder tot geborene sowie abgetriebene Kinder. Nicht vergessen darf man die Kinder, die der Lebenspartner ev. aus einer früheren Beziehung hat. Ob diese im Haushalt leben oder nicht, ist dabei unwichtig.