Beziehungen aufstellen

In Aufstellungen geht es um das Sichtbarmachen von unbewusst wirkenden Kräften. Diese sind Ausdruck der Beziehungen zu anderen Menschen und zu sich selbst.

Immer wieder können Sie sich folgende Fragen stellen:

Wie gestalte ich meine Beziehungen?
Gestalte ich sie überhaupt bewusst oder gestaltet „es“ sich so?
Wie erkenne ich, dass ich keinen neurotischen Mustern aufsitze?

In der Aufstellungsmethodik liegt ein Ansatz, um Beziehungen bewusst und unterbewusst zu verändern.
In Aufstellungsgruppen oder in der Einzelarbeit (mit Figuren oder in der hypnotischen Trance) kann man in das jeweilig wirkende Feld eintauchen.

Ziel und Folge sind die Klärung von Beziehungen. Das Leben wird als entspannter empfunden.

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Verstrickungen in Familien

Wir wundern uns manchmal, dass uns Energie fehlt, dass sich Symptome einschleichen, körperlich oder auf selischer Ebene, die den Lebensfluss blockieren.

Ursache können unbewusste energieraubende Verbindungen in der Familie sein. Im Sprachgebrauch des Familienstellens spricht man von Verstrickungen. Ein Gebundensein mit bremsender Wirkung.

In Aufstellungen bzw. auch in der hypno-systemischen Einzelberatung können solche „Knoten“ angeschaut und Lösungsimpulse gesetzt werden.

 

Erwartungen verhindern Familien-Glück

„Er-wartungen“ – was beinhaltet dieses Wort nicht alles!Und was schließt es aus? – Die eigene Aktivität. ‚Der Andere soll tun.‘ – steht unsichtbar geschrieben dahinter.

Damit gebe ich aber vieles ab: Macht, Verantwortung, Selbstwert, Eigeninitiative …

Nur bei Kindern dürfen wir das akzeptieren. Kinder dürfen Er-wartungen an ihre Bezugspersonen haben. Aus dem kindlichen Gefühl heraus.

Allerdings steckt das auch noch immer im erwachsenen Menschen. Das zeigt sich in Aufstellungen sehr deutlich. Und beim Aufstellen kann ein Impuls gesetzt werden, um vom Erwarten in’s Tun zu gehen. Von der Passivität zur Aktivität.

Hier ist ein weiterer Artikel zum Thema Erwartungen und Familien-Glück.

Das adoptierte Kind

Vor einigen Wochen war ich zu einem Aufstellungskurs. In einer Aufstellung ging es um ein adoptiertes Kind. Die Adoptiv-eltern wussten nicht so recht, was sie in der Erziehung des Jungen anders machen sollten. Und wie alle Eltern in diesen Konstellationen, machten sie sich Vorwürfe, nicht gut genug zu sein.

Erst einmal dazu: natürlich sind sie gut genug. Nämlich nehmen sie die Ersatz-eltern-rolle ein, so gut es in diesen Fällen möglich ist.
Diese Frau und dieser Mann waren sich auch der Tatsache völlig bewusst, dass sie ohne die Entscheidung der leiblichen Eltern, ihr Kind weg zu geben, nicht in die glückliche Lage der Adoptiv-Elternschaft gekommen wären. Und sie zollten der Situation ihren Dank.

Aber das ist oft eine Kopfsache. Eine vernunftgemäße Erklärung. In der Aufstellung zeigte sich etwas anderes.
Ich wurde von der Adoptiv-mutter des Kindes in die Stellvertreterrolle der leiblichen Mutter gewählt. Es war für mich sehr lehrreich und bewegend, was ich an der Stelle dieser Frau empfinden durfte:
Da war erstens eine große Liebe und Dankbarkeit den Adoptiveltern gegenüber, dass sie ‚mein Kind‘ aufgenommen haben. Und zweitens war da ein Schmerz, weil ich spürte, dass der Adoptiv-vater mich nicht wirklich sah, geschweige denn achtete. Er sah ‚über mich drüber weg‘.

Und dort liegt das Potenzial zur Heilung der Situation. Die wirkliche, tief von innen kommende Dankbarkeit der Adoptiv-eltern den leiblichen Eltern gegenüber. Dazu die Erkenntnis: wir sind nicht deine Eltern, du bist nicht unser Kind. Aber wir sorgen für dich wie für unser eigenes Kind. Damit sind Adoptiv-eltern und Adoptiv-kind entlastet.

 

Unsere Ahnen

Wenn Sie einen Blick auf die Aufzählung der Ahnen-Reihe tun, dann fragt sich der eine oder andere. ‚Wie soll ich denn das alles wissen. Die kenne ich doch gar nicht.‘

Und das ist ja das Wesentliche. Obwohl viele Menschen nicht einmal ihre Großeltern, geschweige denn Urgroßeltern oder deren Geschwister kennen, geht von diesen Ahnen eine enorme Kraft aus. Und je nach dem, welchen Platz der Ahne in unserer ‚inneren Welt‘ inne hat, beeinflusst uns diese Kraft schwächend oder stärkend, hat damit Einfluss auf unsere Lebensqualität.

Familien-Aufstellung-3

Das, was in Familien-Aufstellungen sichtbar wird, entspricht einem Geschehen in unserem Inneren, so zu sagen auf „Seelenebene“. Das heisst, dass unser Verstand manchmal nicht so recht mit dem, was er sieht, umgehen kann. Oder wir wollen, wie wir es vom Alltag her gewohnt sind, handeln.

Das wäre hier nicht angebracht. Diese Bilder wirken auf eine tiefe innere Ebene und entfalten ihre Wirkung auch aus dieser heraus. Das beste, was man tun kann ist, der tiefen Wirkung und der daraus entstehenden Kraft zu vertrauen.